Bastonade - die gemeine Strafe

Bastonade? Vielleicht schon gehört oder gelesen, aber ausprobiert sicher sehr selten.

Was ist nun Bastonade? Bei wikipedia lesen wir: Bastonade, Bastinado (franz. bastonnade, ital. bastonata = Stockhieb, zu: bastonare = prügeln, zu: bastone = Stock oder früher Sohlenstreich, im arabischen Sprachraum Falaka, bezeichnet je nach Zwecksetzung und Ausführungsweise eine Züchtigungspraktik oder Foltermethode, bei der eine Folge von Hieben auf die bloßen Fußsohlen einer Person vollzogen werden.So, jetzt haben wir eine Definition. Gelesen und gehört haben wir darüber schon bei Nachrichten aus nah- und fernöstlichen Ländern, da sie dort meist, unter dem Begriff Falaka, öffentlich ausgeführt wird. Es gibt sie aber auch, in verschiedener Art und Weise, in vielen Staaten der westlichen Welt.Eine der ersten geschichtlichen Erwähnungen stammt aus China im Jahre 960, in Europa aus dem Jahre 1537, Darstellungen aus Ägypten lassen eine viele frühere Anwendung als Strafe vermuten. Im englischen Sprachraum gibt es noch Begrifssvarianten: Bastinado, booting, auch foot whipping oder sole caning sind gebräuchlich.

Die Anzahl der aufeinanderfolgend verabreichten Hiebe variiert abhängig vom Grund und vom Kulturkreis. 50 Hiebe sind eine milde Strafe, 100 ? 170 sind aus der Gegenwart bekannt, 250 aus dem Osmanischen Reich.Die Bastonade wird mit einem Schlaginstrument ausgeführt, welches hierfür geeignet ist. Der Bereich des Fußes, das weiche Fußgewölbe zwischen Ferse und Ballen, wird mit Gerte oder Rohrstock geschlagen. In härteren Fällen kommen auch Riemen oder Ruten zum Einsatz.

Die Person, die geschlagen wird, wird so festgemacht, dass es unmöglich ist, die Füße aus der Stellung zu bewegen oder im Schmerzreflex den Körper aus der Position zu bringen. Generell sind die Fußsohlen entweder nach oben zeigend oder horizontal frei zugänglich fixiert. So wird verhindert, dass ernsthafte Verletzungen an den Sohlen oder anderen Körperteilen passieren und die Wirkung der Schläge optimal ist.

Die Schläge auf die Fußsohlen lösen eine besonders intensive Schmerzwahrnehmung aus. Die Fußunterseite hat eine sehr hohe Dichte von Nervenzellen und deshalb eine sehr hohe Schmerzsensibilität. Durch die Verwendung von dünnen Schlaginstrumenten, wie Rohrstock, Gerte oder anderen flexiblen, dünnen Instrumenten, wird der Schmerz als schneidend, beißend oder stechend empfunden.

Der Schmerz ist beschränkt sich nicht nur auf den Fußbogen, sondern strahlt in den ganzen Körper durch die direkte Verbindung von Fußbogen, Schienbeinnerv und Ischias. Von dort strahlt er reflexartig in die übrigen Körperregionen aus. Das liegt daran, dass der Fuß, wie auch die Hand, ein primäres Tastorgan ist, weshalb auch keine Gewöhnung oder Taubheit eintritt.Bei gleichbleibender Schlagstärke nimmt damit der empfundene Schmerz bis zu einem gewissen Grad zu. Bei der oben beschriebenen Ausführung bleibt die körperliche Auswirkung vorübergehender Natur, da weder Fußknochen noch andere Teile des Bewegungsapparates geschädigt werden, sichtbare Auswirkungen wie Rötungen klingen meist nach ein paar Stunden ab und auch das Laufen ist nach einigen Stunden wieder möglich. Deshalb ist die Bastonade ein gutes Erziehungs- und Strafmittel.

Im Bereich von BDSM sollten andere Schlaginstrumente nicht benutzt werden und auch die Schlagstärke sollte nicht übertrieben werden, gerade weil sonst bleibende Schäden nicht ausgeschlossen werden können. Ein gewisses Wissen über Anatomie sollte vorhanden sein, um die Trefferfläche sicher zu stellen und die Auswirkungen besser beurteilen zu können.


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