Fisting - mal was Neues probieren?

Fisting ist Lust, Qual, Schmerz und Erlebnis

Ich finde den deutschen Ausdruck "Faustficken" etwas gewöhnlich, deshalb "Fisting". Schon mal davon gehört? Schon mal selber ausprobiert? Die ganze Hand in die Vagina oder in den After eingeführt? Und, wie war es?

Die Neugierde für die Sexualpraktik ist groß, die meisten kennen es aber mehr aus entsprechenden Filmen als aus eigener Erfahrung. Es ist auch nicht jedermanns Sache, es zählt zu den extremeren Sexualspielen, deutlich weniger verbreitet als Anal- oder Oralverkehr.

Fisten bedeutet, dass einer der Sexualpartner seine Faust oder mehr ganz in die Vagina bzw. in den Anus einführt. D.h. das wird sowohl von Heteros wie auch von Homosexuellen praktiziert. Da es meist nicht ohne Schmerzen geschieht, zählen manche diese Praktik auch zur BDSM-Szene

Tipps für Fisting


Beim ersten Mal sollten Sie ein paar Tipps beachten, damit Sie Schmerzen, Verletzungen oder Krankheiten vermeiden. Fisten bedeutet viel Geduld, viel Zeit und viel Einfühlungsvermögen aufzubringen, auf beiden Seiten. Das Dehnen von Vagina und Anus nimmt viel Zeit in Anspruch, besonders beim ersten Mal, und viel Gleitcreme, besonders geeignet die auf Silikonbasis. Es ist wichtig, dass die Öffnungen beim Fisten ausreichend glitschig und gut geschmiert sind.

Und achten Sie auch darauf, dass Ihre Fingernägel geschnitten sind, scharfe und spitze Nägel können sehr schnell zu Verletzungen führen und sind auch hygienisch ein Problem.
Wenn Sie nicht mit bloßen Händen Fisten wollen, dann gibt es Latex-Handschuhe, die Sie dafür verwenden können und die dafür besonders entwickelt wurden.

Bei der Dehnung von Vagina und Anus sollten Sie mit einem bzw. zwei Fingern beginnen. Wenn sich der passive Part an die Dehnung gewöhnt hat, dann geht es weiter mit dem dritten Finger. So geht es dann Schritt für Schritt oder Finger für Finger weiter, bis es die ganze Hand ist. Denken Sie daran: Wer gut schmiert, der gut gleitet, nicht an der Gleitcreme sparen. Durch vorsichtiges Drehen der Hand können Sie die Dehnung vergrößern, so dass die Hand wie von selbst in die Vagina oder den Anus hineingleitet. Jetzt können Sie mit dem eigentlichen Fisten, dem Vor- und Zurückgleiten der Faust, beginnen. Werden Sie nicht ungeduldig, wenn Sie auch nach Stunden noch nicht so weit gekommen sind. Nicht jeder Mensch ist, anatomisch bedingt, in der Lage eine ganze Hand in der Vagina oder dem Anus aufzunehmen.

Risiken beim Fisten

Der Ort des Fistens ist eine Gegend mit viel Anatomie, so gibt es viele Muskeln und Organe in diesen Bereichen. Die Beckenboden-Muskulatur schließt das Becken nach unten ab, damit Bauch- und Beckenorgane nicht nach unten absinken. Auch die Schließmuskeln von After und Harnröhre sind betroffen, hier sorgt der Ringmuskel dafür, dass der Anus nicht beliebig geöffnet werden kann.

Aber gerade das wird ja beim Fisting gewollt, eine extreme Dehnung des Schließmuskels. Die Verletzungsgefahr ist groß, es kann zu einem schmerzhaften Riss in der Haut des Analkanals kommen, bei gewaltsamer, weil ungeduldig, Dehnung zur Perforation der Vaginal- bzw. Darmwand kommen. Das sind Stellen für lebensgefährliche Infektionen, die sollten Sie, aus Sorge um Ihre Gesundheit, untersuchen lassen.

Wenn es nach dem Fisten zum Geschlechtsverkehr kommt, benutzen Sie unbedingt ein Kondom, um die Gefahr der Keimübertragung besonders bei Schleimhaut-Verletzungen zu reduzieren.

Der Reiz des Fistens

Für viele Frauen und Männer ist das Gefühl des Ausgefüllt-Seins bzw. des Ausfüllens eine tolle Erfahrung und mit viel Lustgefühl verbunden. Auch das Spiel der Macht, des Schmerzes und der Unterwerfung ist ein wichtiger Bestandteil dieser Sexualpraktik.



So, jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß, Qual, süße Erlösung und gemeinsame Höhepunkte.


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